Qualitätsicherung

Eine der großen Herausforderungen im Bereich Fahrradwegweisung ist die Qualitätssicherung. Eine regelmäßige Kontrolle ist zwingend erforderlich. Wird diese nicht durchgeführt, lässt die Qualität bereits nach kurzer Zeit erheblich nach. Erfahrungswerte zeigen, dass bereits nach drei Jahren etwa jeder 20igste Wegweiser fehlt, verdreht, beschädigt oder nicht mehr lesbar ist. Ungefähr zu diesem Zeitpunkt ist eine kritische Grenze erreicht, ab der das gesamte Fahrradwegweisungssystem durch die Radfahrer nicht mehr angenommen wird und hinfällig wird.

Länder wie Nordrhein-Westfalen schreiben daher die Qualitätssicherung gesetztlich vor.

Es gibt zwei Möglichkeiten der Qualitätssicherung:

1. Qualitätssicherung durch Fachpersonal:

In einem regelmäßigen Turnus (min. 1 x pro Jahr) wird das Wegweisungsnetz durch fachkundiges Personal befahren und kontrolliert. Dabei können kleinere Mängel (Verdrehte Wegweiser, verschmutzte Wegweiser, fehlende Zwischenwegweiser) direkt vor Ort behoben werden. Bei größeren Mängeln wie fehlenden Pfeil- oder Tabellenwegweisern, wird die Behebung durch die zuständige Stelle veranlasst. Die Bestellung und Lieferung der neuen Wegweiser an die Bauhöfe erfolgt zentral durch das Fachpersonal.

2. Qualitätssicherung durch Nutzer:

Jeder Wegweiserpfosten des Wegweisungsnetzes wird mit einem Aufkleber mit individuellem QR-Code versehen. Stellen Radfahrer fest, dass Wegweiser beschädigt sind oder fehlen, können Sie den QR-Code scannen und eine Meldung mit dem Mangeltyp und einem Foto abschicken. Die Mängelbehebung kann dann direkt veranlasst werden.

Verwaltung Qualitätssicherung

Wichtig ist, dass es einen zentralen Ansprechpartner für die Fahrradwegweisung gibt. Diese Stelle sollte die Qualitätssicherung organisieren, eingehende Mängel-Meldungen bearbeiten und neu benötigte Wegweiser bestellen. Die Montage soll durch die kommunalen Bauhöfe erfolgen. Dorthin sollen die neuen Wegweiser auch geliefert werden.

Der zentrale Ansprechpartner sollte entweder bei Landkreisen oder in Großstädten verortet sein.