Montagepraxis und Bestellung

Bei der Wahl des Montageortes gilt es einige Regeln und Richtlinien zu beachten. Grundsätzlich wird bei der Montage zwischen der Befestigung an neuen Pfosten und der an bestehenden Verkehrseinrichtungen (Verkehrsschildern, Lichtmasten etc.) unterschieden.

Aus Gründen der Stadtgestaltung sollen Wegweiser, soweit möglich und sinnvoll, an bestehenden Masten und Pfosten angebracht werden.

Generell gilt:

  • Am gleichen Pfosten/Mast oder sonst unmittelbar über- oder nebeneinander dürfen nicht mehr als drei Verkehrszeichen angebracht werden,
  • Wegweiser für den Radverkehr dürfen die Wirkung anderer Verkehrszeichen nicht beeinträchtigen,
  • an Lichtsignalanlagen sollten keine Wegweiser angebracht werden,
  • Mastverlängerungen sollen wegen der Windlast vermieden werden,
  • Neue Pfosten sollen nicht in die Fahrbahn gesetzt werden.
  • Wegweiser, egal welcher Art, sollen nicht an Bäumen angebracht werden.

Lichtmasten stellen bei der Montage von Wegweisern einen Sonderfall dar. Hier muss Folgendes berücksichtigt werden:

  • Wegweiser an Gasleuchten sind nicht zulässig,
  • Wegweiser müssen mittig montiert werden,
  • Die Gesamtfläche der Wegweiser darf 0,7 m² (ca. 3 Pfeil- oder Tabellenwegweiser) nicht überschreiten.

Bei der Kombination mit Verkehrszeichen sind folgende Einschränkungen zu beachten:

Mit Blick auf das Lichtraumprofil gelten bei der Montage folgende Vorgaben:

  • Wegweiser sollen in einer lichten Höhe von mindestens 2,50 m montiert werden,
  • innerorts sollen Wegweiser einen seitlichen Abstand zur Fahrbahn von mindestens 0,50 m halten,
  • Zwischenwegweiser können unterhalb der erforderlichen lichten Höhe montiert werden.

Des Weiteren sollte stets die Kantensichtbarkeit berücksichtigt werden. Das bedeutet, dass Pfeilwegweiser die parallel zur Fahrbahn montiert werden, sollen zu ca. 10° in Richtung Fahrbahn eingedreht werden. Dadurch wird der Wegweiser aus Fahrtrichtung besser lesbar.

Bestellung

Neben den einzelnen Wegweisern gilt es auch das passende Montagematerial zu bestellen. Die örtlichen Bauhöfe verfügen selten über einen ausreichenden Vorrat der speziellen Schellen etc. der Radverkehrswegweisung. Hierfür sollte eine gute Übersicht des benötigten Materials vorliegen, wobei an außerordentlichen Standorten spezielle Befestigungsmaterialen benötigen werden können.

Grundlegend sind:

  • Rohrschellen für Pfeilwegweiser mit 60 mm und 76 mm Pfostendurchmesser
  • Rohrschellen für Tabellenwegweiser mit 60 mm und 76 mm Pfostendurchmesser
  • Rohrschellen für Zwischenwegweiser mit 60 mm und 76 mm Pfostendurchmesser
  • Bandbügel für Pfeil-, Tabellen- und Zwischenwegweiser
  • Band-/Schneckenschraubschnellen
  • 10er /13er Muttern + Schrauben

In Hinblick auf die Qualitätssicherung ist es ratsam eine gewisse Reserve an Zwischenwegweisern und Befestigungsmaterial im Landkreis vorrätig zu haben. Weiter empfiehlt sich für die Montage und Qualitätssicherung:

  • Gummihammer
  • Teleskopleiter
  • Kreuz-/Schlitzschraubenzieher (nicht zu klein)
  • Inbus-Set
  • Zollstock
  • WD-40 (Rostlöser)
  • Spezialwerkzeug (z.B. für Bandschellen)

Vor der Montage

Die Montage sollte den beteiligten Ämtern der jeweiligen Gemeinden und Kommunen kurz angekündigt werden sowie die verantwortlichen Ansprechpartner für die Monteure auch kurzfristig erreichbar sein. Standorte die nicht ohne weiteres für die Monteure anfahrbar sind (z.B. Forstwege), müssen gesondert abgeklärt werden. Grundsätzlich müssen die „Richtlinien für die Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen“ beachtet werden, sofern der Verkehrsbetrieb weiter stattfindet. Auch sollte die Montagefirma über Reservematerial verfügen um auf etwaige Problemstellungen flexibel reagieren zu können.

Abschließend ist es wichtig die Montage fotographisch zu dokumentieren. Hierbei empfiehlt sich eine Digitalkamera mit GPS-Verortung.