Neuaufstellung von Rohrpfosten

Die Aufstellung von neuen Rohrpfosten wird durch die Industrie-Norm für Aufstellvorrichtungen von Standardverkehrszeichen (IVZ) geregelt.

Die Wahl des richtigen Pfosten-Durchmessers ist abhängig von zu erwartenden Schilderlast. An einem 60 mm Rohrpfosten dürfen maximal vier Pfeil-/Tabellenwegweiser befestigt werden. Ab fünf Schildern sollte der größere Rohrdurchmesser (76 mm) verwendet werden. Auch ist die Exposition des Pfostens entscheidend. Auf freien Flächen können Pfosten bei schlechter Verankerung oder Pfostenstärke von starkem Wind umgekippt/umgeknickt werden. Weiter sollte ein Pfosten für Pfeil-/Tabellenwegweiser die Länge von 4,0 m nicht unterschreiten.

Die Wahl des richtigen Fundaments ist abhängig von der Fläche, bzw. den Bodenverhältnissen, des jeweiligen Standortes. Hierbei kann zwischen befahrbaren/versiegelten Flächen (meist innerstädtisch) und Flächen in Feld, Flur, Forst und städtischen Grünflächen unterschieden werden.

Üblicherweise besteht das Fundament aus einem Betonsockel, der in Erdboden verankert wird. Der Aushub des Erdlochs ist ebenfalls abhängig von Standort und Traglast, sollte allerdings mindestens 0,75 m tief sein. Dabei ist darauf zu achten, dass etwaiges Kondenswasser aus dem Rohr ablaufen kann und keine Staunässe fördert.

In verhältnismäßig lockerem Boden (Feld, Flur, Forst und städtischen Grünflächen) kann alternativ zu Betonsockeln auch mit umweltfreundlicheren Spreiz- und Schraubfundamenten gearbeitet werden.

Innerstädtisch werden häufig Betonfundamente mit Bodenhülsen verwendet. Hierbei kann der Pfosten bei Beschädigung einfach ausgetauscht werden, wobei das Fundament nicht erneut ausgehoben werden muss. Ähnlich funktionieren spezielle Rohrpfosten, die eine Fußplatte als Abschluss haben, die wiederum im Boden verschraubt wird. Auch die seitliche Verankerung in Betonwänden biete je nach Standort eine Möglichkeit.